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 | 1996 |
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18.03.1996
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Feuerwehr: Jahreshauptversammlung Längste Ölspur in Sachsen-Anhalt wurde beseitigt Freiwillige Feuerwehr Cörmigk zog Bilanz für 1995 - 400 000 Mark für Ausrüstung - Durch Pieper rund Cörmigk/MZ/je.
Als eine der letzten Wehren im Landkreis Bernburg führte am Wochenende die Freiwillige Feuerwehr Cörmigk ihre Jahreshauptversammlung durch. Klaus Bergmann als Wehrleiter konnte in seinem Rechenschaftsbericht vorwiegend über erfreuliche Ereignisse berichten. Dank der großen Unterstützung durch den Bürgermeister Egon Müller und die Gemeinderäte wurden 1995 etwa 400 000 Mark aufgewendet, um die Ausrüstung der Feuerwehrleute auf einen modernen Stand zu bringen. So ermöglicht die Ausrüstung mit acht "Piepern" als Alarmgeräte dieser Wehr, rund um die Uhr einsatzbereit zu sein. Dieses Prädikat könnten zur Zeit nur drei Wehren im Landkreis in Anspruch nehmen, bestätigte Kreisbrandmeister Wolfgang Kilmer. Bergmann verwies auch auf das modern eingerichtete Gerätehaus, das mit Videogerät und Bildwerfer eine Ausbildung mit hohem Niveau ermögliche. In diese Ausbildung habe man auch sieben Jugendliche einbezogen, die einmal den Bestand der Wehr sichern sollen. Weniger erfreulich sei das Fehlen der direkten Beteiligung der Frauen in der Feuerwehr, sagte Bergmann. Er erntete dafür aber den starken Protest einiger Frauen im Saal, so daß die berechtigte Hoffnung besteht, daß es auch auf diesem Gebiet Fortschritte geben wird. Erfreulicherweise gab es in Cörmigk keine Brände im vergangenen Jahr zu löschen, wenn man von einem Einsatz in Baalberge absieht. Dafür waren aber Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen sehr häufig. Am schlimmsten sei der Unfall mit mehreren Toten und die Befreiung einer eingeklemmten Person bei einem Verkehrsunfall für die Helfer gewesen. In Erinnerung blieb die Beseitigung einer kilometerlangen Ölspur im Ortsbereich, zumal man dabei den nicht so gut ausgerüsteten Wehren der Nachbarorte seinen eigenen guten Ausrüstungsstand demonstrieren konnte. Auch das sehr publikumswirksame Osterfeuer und die Ausrichtung des Kreisausscheides der Feuerwehren könne man auf der Habenseite der Cörmigker Wehr verbuchen, schloß Wehrleiter Bergmann seinen Rechenschaftsbericht, zu dem es keine Diskussionen gab. Beförderungen und Auszeichnungen für langjährige Mitgliedschaft, so Martin Büttner für vierzigjährige Treue, beschlossen den offiziellen Teil, zu dem auch die Ernennung des dritten Ehrenmitgliedes des Vereins, Polizeiobermeister Hartmut Henning, gehörte. Ihm wurde diese Ehre auf Grund seiner umfassenden Unterstützung der Wehr zuteil. Den Abend beschloß dann ein gemütliches Beisammensein der Kameraden bei einem guten Essen und fröhlichen Gesprächen.
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09.04.1996
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Volksfest auf abendlicher Wiese Kunstvoll gebaute Pyramide aus Holz In Cörmigk trafen sich frühlingssehnsüchtige Dörfler und Besucher an einem knisternden Feuer - Wackelmänner und K Von unserem Redakteur RAIMUND LEONHARDT Cörmigk/MZ.
"Ohhh, wird das heiß hier!" Die Osterfeuer-Bewunderer auf der neuen Festwiese von Cörmigk rückten immer wieder ein Stück von den Flammen ab, die hell und klar die Samstagnacht erhellten.Schon die nach Indianerart aufgerichtete Holz-Pyramide auf dem Festplatz war sehenswert: akkurat und sauber hatten die Kameraden der Cörmigker Wehr, unterstützt von den ABM-Kräften der Gemeinde, das Kunstwerk aus Reisern, alten Balken, Latten, Holzpaletten und Ästen aufgebaut. Nicht wenige Cörmigker pilgerten bereits in den Tagen vor Ostern hinaus auf die Wiese, um den zum Anzünden bestimmten Stapel aus der Nähe zu begutachten. Wehrleiter Klaus Bergmann steckte sich nach dem erfolgreichen Anbrennen des kunstvollen Holzstapels erst inmal eine Zigarette zur Beruhigung der Nerven an. Er mußte dann aber, wie alle anderen auch, Schritt für Schritt vor der enormen Hitze nach hinten weichen. Nicht nur, daß die Kameraden und ihre Helfer alles so fein säuberlich und sicher aufgestapelt hatten. Auch der Umweltschutz war da, um alles abzunehmen und zu bestätigen, daß keine Igel oder Vogel in dem Holzhaufen Wohnung genommen habe, erklärte Bergmann. Zu diesem Zweck habe man kräftig an das Brennholz geschlagen, um die eventuellen Bewohner zu warnen und in ein sichereres Quartier zu treiben. Nach kräftigen Schlucken Benzin aus einer braunen Kanne schossen die Flammen in den Abendhimmel, begann, begleitet von den Liedern der Bebitzer Blasmusikanten, ein munteres kleines Volksfest zu Füßen des Osterfeuers, mit dem nun schon das vierte Jahr nach der Wende den Winter vertreibe und den Frühling willkommen heiße, beschrieb der Wehrleiter den höheren Zweck der Angelegenheit. Die Wehr (32 Aktive bei 630 Einwohnern) ist in Cörmigk neben dem Pfingstverein das zweite Standbein für die Geselligkeit. Nicht nur Cörmigker, auch mancher Bernburger ("mal raus aus der Stadt") war gekommen, um den Frühling zu begrüßen. Streß für die Leute im Versorgungsbereich: "Dreimal Kessel, sechs Würstchen" und "4 Kümmerling, 1 Feigling", hieß es unten an der Gulaschkanone. Koch Gerald Rabe, Gerhard Wachsmuth, Willi Meyer, Jana Bergmann und Hartmut Hennig wirbelten um ihre Kanone herum, um Kesselgulasch (superscharf!), Soljanka, Würstchen und diverse Wackelmänner unter die vielen, vielen Bewunderer des Cörmigker Osterfeuers zu bringen. Die Feuerwehr, erzählt Gerhard Wachsmuth in einer Atempause, ist so etwas wie das "Mädchen für alles" im Dorf. Nach dem Osterfeuer steht für die Kameraden unter der Spalte "Geselligkeit" das Feuerwehrfest Anfang Mai dick unterstrichen im Dienstplan. Die finanzielle Seite des Festes, zu dem einige hundert Leute aus Cörmigk und Umgebung gekommen waren, wurde übrigens über die Einnahmen beim Verkauf, Spenden der Kameraden und durch örtliche Geldgeber wie Sparkasse, Heizungs- und Sanitär-Kaiser sowie Automaten-Stöhr abgesichert.
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03.05.1996
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Radarfalle auf der Festwiese Feuerwehr zeigt sich offen Cörmigk/MZ.
Morgen veranstaltet die Freiwillige Feuerwehr Cörmigk auf der neuen Festwiese einen "Tag der offenen Tür". Eingeladen sind dazu nicht nur die Einwohner, sondern auch die Nachbarwehren, informierte der stellvertretende Wehrleiter Börnicke die MZ.8.45 Uhr startet das bunte Treiben mit einer Einsatzübung der Feuerwehr, die von der Polizei Dessau unterstützt wird. Feuerwehr und Polizei sind 11 Uhr nochmals in Aktion, wenn sie den Zuschauern Technik und technisches Können vorführen. Dazwischen, gegen 9.30 Uhr, wird eine Ausstellung eröffnet, die Technik von Feuerwehr und Polizei dokumentiert. Zu sehen sind dabei unter anderem Gefahrgutwagen, Rüstwagen, Rettungsboot sowie Funkstreifenwagen mit Radarfalle. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Bebitzer Blasmusiker und die Köthener "Fleischer-Band".
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07.05.1996
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Tag der offenen Tür Ansturm auf das Rettungsboot Freiwillige Feuerwehr Cörmigk bat auf die Festwiese Von SUSANN ROGAU Cörmigk/MZ.
Die Einladung zum Tag der offenen Tür galt nicht nur den Einwohnern, sondern auch Nachbarwehren und anderen Besuchern. Doch auf einen enormen Zustrom von Gästen wartete man in Cörmigk am Wochenende vergebens. Dennoch ließen sich die Cörmigker ließen weder von niedrigen Temperaturen noch von der wenigen Resonanz beeindrucken. Die Blauröcke starteten das Fest am Morgen mit einer Einsatzübung, bei der sie auch von der Dessauer Polizei unterstützt wurden. Außerdem gestattete die Wehr den Besuchern einen Blick ins Spritzenhaus und präsentierte eine Ausstellung der gesamten Technik. So konnte man unter anderem einen Gefahr-gutwagen und einen Rüstwagen bestaunen. Besonderes Interesse galt nach Meinung der Kinder und Jugendlichen aber dem Rettungsboot, das sie auch erklimmen durften. Pünktlich um 11 Uhr konnten die Gäste dann die Arbeit der Feuerwehrnochmals hautnah miterleben. Dabei wurde ein Unfall vorgetäuscht, bei dem ein Pkw gegen einen Baum gefahren sein sollte. Voll Spannung beobachteten die Besucher die Rettungsaktion der einheimischen Wehr, bei der der Fahrer aus dem Unfallwagen gerettet wurde. Anschließend wurde das brennende Auto gelöscht. Stellte sich bei solchen "gefährlichen" Aktionen der Hunger ein, war das nicht schlimm, denn für Verpflegung war durch Suppe aus der Gulaschkanone bestens gesorgt. Auf der Wiese vorm Gemeindehaus - sie ist der ideale Platz zum Feiern - hatten ein kleines Festzelt, Tische und Bänke sowie die Feldküche Platz. Das bunte Treiben ging auch am Nachmittag weiter: Die Bebitzer Blasmusiker und die Köthener "Fleischer-Band" sorgten für Unterhaltung. Da sich dann die Sonne ab und zu sehen ließ, war für die richtige Stimmung zum ausgelassenen Feiern und Fröhlichkeit gesorgt, und auch der Durst konnte zünftig "gelöscht" werden.
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