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 | 1997 |
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03.09.1997
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850-Jahrfeier Der große Festumzugsteht im Mittelpunkt Von Donnerstag bis Sonntag wird in Cörmigk gefeiert - 300 Mitwirkende beim Umzug erwartet Cörmigk/MZ.
Die 850-Jahrfeier der Gemeinde Cörmigk soll zu einem großen Ereignis für das Dorf werden. Von Donnerstag, 4. September, bis Sonntag, 7. September, hat sich das 15köpfige Festkomitee ein umfangreiches Programm einfallen lassen. In dem Komitee unter Vorsitz von Ulrich Börnicke sind alle Vereine des Ortes vertreten. Zwei Veranstaltungen stehen dabei sicherlich im Mittelpunkt: Am Samstagnachmittag ab 15.30 Uhr eine Schlagerparty mit den "Gebrüdern Blattschuß" und der große Festumzug am Sonntag von 13.30 bis 15 Uhr unter dem Motto "Cörmigk im Wandel der Zeit". Rund 300 Mitwirkende haben sich dafür angesagt. Die Feierlichkeiten beginnen am Donnerstag mit der Eröffnung einer Ausstellung zur Ortsgeschichte im Versammlungsraum in der ehemaligen Schule. Die Ausstellung ist am Donnerstag von 17 bis 19.30 Uhr, am Freitag von 15 bis 20 Uhr, am Samstag von 13 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 13 Uhr zu sehen. An gleicher Stätte stellt auch der Maler und Grafiker Hans Kolbe seine Werke aus. Um 19.30 Uhr ist schließlich ein Fackelumzug mit dem Blasmusikverein Bebitz geplant. Am Freitag steht um 17.30 Uhr ein Fußballspiel der Alten Herren von Cörmigk gegen Hettstedt auf dem Programm. Um 20 Uhr gibt es Pop- und Rockmusik für jüngere Leute mit der "Blau-Rot-Band". Anschließend ist eine Dessous-Modenschau geplant. Die Hähne krähen in Cörmigk am Sonnabend bereits ab 8 Uhr. Anschließend findet ein Kleintiermarkt statt. Zum musikalischen Frühschoppen haben sich der Blasmusikverein Bebitz und die Schalmeienkapell Nienburg angesagt. Ab 9.30 Uhr gibt es Schauübungen der Feuerwehr Cörmigk und einiger Nachbarwehren. Die Hundesparte hat ab 13 Uhr Vorführungen angekündigt. Nach dem Schauturnen (ab 14 Uhr) mit Reck und Trampolin im Freien sollen die Kinder zu ihrem Recht kommen. Der "Kinderland e.V." aus Bitterfeld will verschiedene Mitmachmöglichkeiten anbieten. Am Nachmittag ab 15 Uhr hat die erste Fußballmannschaft ein Heimspiel. Eine halbe Stunde später ist dann die Schlagerparty angesetzt. Neben den "Gebrüdern Blattschuß" hat sich ein Stimmenimitator, ein Discobetrieb und die Affendressur "Maggie & Co." angekündigt. Am Samstagabend spielt ab 20 Uhr das Tanz- und Showorchester "de Luxe". Auch eine erotische Überraschung ist vorgesehen. Den vierten und letzten Festtag läuten um 7 Uhr die Angler ein. Sie treffen sich am Dorfteich. Um 9 Uhr findet ein Festgottesdienst mit Kirchenpräsident Helge Klassohn und dem Posaunenchor Dessau statt. Zum großen Festumzug haben sich eine Gastkapelle, die Turner aus Dessau, befreundete Schützen, die Feuerwehr und der Motorradclub Köthen angesagt. In neun Bildern - vom Mittelalter über die Befreiungskriege bis zur heutigen Zeit - soll dabei die Dorfgeschichte dargestellt werden. "Wir rechnen mit 1 500 bis 2 000 Besuchern", meint Ulrich Börnicke vom Festkomitee. Nach einem Showprogramm am Nachmittag gibt es ab 18 Uhr noch einmal Tanz mit den "Magneten" aus dem Kreis Köthen, bevor um 22 Uhr ein großes Abschlußfeuerwerk die Cörmigker Festtage beenden soll.
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08.09.1997
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Beifahrerin verletzt Cörmigk/MZ.
Zwei Pkw stießen am Freitag gegen 19.30 auf der Kreuzung Cörmigk/Preußlitz/Biendorf zusammen. Nach Angaben der Polizei hatte der Pkw-Fahrer, der aus Richtung Biendorf kam, dem Pkw aus Richtung Cörmigk die Vorfahrt nicht gewährt. Bei dem Zusammenstoß wurde die Beifahrerin, die im Wagen saß, der aus Richtung Cörmigk kam, schwer verletzt. Fahrer eingeklemmt Wohlsdorf/MZ. Einen schwerverletzten Fahrer eines Pkw mußte die Cörmigker Feuerwehr am Samstag gegen 4.30 Uhr aus dem Autowrack herausschneiden. Nach Angaben der Polizei war das Auto auf der Straße zwischen Wohlsdorf und Mölz nach links von der Fahrbahn abgekommen und streifte einen Betonmast. Danach drehte sich das Auto im Straßengraben und fuhr anschließend gegen einen Baum, bevor es auf der Fahrbahn zum Stehen kam.
Vor den Feuerwehrsirenen krähten schon die Hähne um die Wette Kleintierzüchter stellten aus - Rettungskräfte führten ihre Technik bei Übung vor Samstag früh auf der Festwiese Vor den Feuerwehrsirenen krähten schon die Hähne um die Wette Kleintierzüchter stellten aus - Rettungskräfte führten ihre Technik bei Übung vor Von unserer Redakteurin YVONNE FALKE Cörmigk/MZ.
Samstag, 9.30 Uhr hatte Ulrich Börnicke, der Vorsitzende des Festkomitees zur Vorbereitung der 850-Jahr-Feier in seiner Gemeinde, Zeit, um durchzuamten. Die Verpflegungsbeutel für die Aktiven rund um die Festwiese und ihre Gäste waren verteilt, an der Kasse herrschte ein bißchen Ruhe vor dem großen Sturm. Am frühen Morgen hatte die Stunde für die Mitglieder des Kleintierzüchtervereins geschlagen. Wie Hermann Geller berichtete, krähten 38 Hähne um die Wette. Ihr Tagwerk erledigten bei den großen der Hahn von Albert Rolle mit 46 Kikerikis und bei den Zwerghühnern das Tier von Joachim Finze mit 80maligem Krähen am besten, wofür die beiden Züchter je einen Pokal erhielten. Albert Rolle bekam zudem noch eine Flasche Sekt, weil ein weiterer Hahn von ihm mit demzweiten Platz abschnitt. Die andere Flasche darf Roland Herse köpfen. Dennoch bauten die Kleintierzüchter nach dem Wettkampf noch lange nicht ihre Boxen ab. Die Besucher des Festes sollten ihre Tiere bewundern und einige sogar kaufen, wobei alles vom Wellensittich über Kaninchen bis zu den Enten vertreten war. Manches Meerschweinchen wechselte auf dem Festplatz seinen Besitzer. Wer von den Besuchern nach dem Wettkrähen noch nicht richtig wach war, dem konnte eigentlich niemand mehr helfen. Den Schlaf hatte sich bei der Ausstellung der Technik der Feuerwehren Cörmigk, Dohndorf, Edlau, Preußlitz, Bottrup und Wimmelburg längst der vierjährige Toni Mähne aus den Augen gewischt. Sein Opa mußte ihn zum Motorrad der Polizei bringen. Bei einer Sitzprobe auf der Maschine gab Polizeiobermeister Klaus-Dieter Donath für den Jungen "Vollgas" und paßte natürlich auf, daß ihm der Knirps nicht wirklich davon fuhr. Auf die Minute um 9.45 Uhr unterbrach die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr Nienburg ihren musikalischen Frühschoppen. Rauchwolken stiegen direkt neben einem Pkw am Straßenrand auf. Kurz darauf ertönten die Sirenen von Feuerwehr-, Polizei und DRK-Rettungsfahrzeugen. Cörmigks Wehrleiter Klaus Bergmann moderierte die Vorführung der Einsatzkräfte der Baalberger Feuerwehr und erklärte die einzelnen Schritte ihres Vorgehens. Was zu dieser Stunde Demonstration war, so Bergmann, war für die Cörmigker Feuerwehr an diesem Samstag gegen 4.30 Uhr Wirklichkeit gewesen. Nach einem Verkehrsunfall zwischen Wohlsdorf und Mölz befreiten sie einen schwerverletzten Mann, der in einem Pkw eingeklemmt war. Der Mann wurde anschließend mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen.
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20.09.1997
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Feuerwehrauto übergeben "Die Feuertaufe hat das Fahrzeug hinter sich" Gemeinderat hatte Mittel für den Kauf bereitgestellt Von unserem Redakteur ANDREAS BRAUN Cörmigk/MZ.
Ein neues Löschfahrzeug kann die Feuerwehr Cörmigk nun offiziell ihr Eigen nennen. Gestern abend übergab Bürgermeister Egon Müller symbolisch die Schlüssel an Wehrleiter Klaus Bergmann. Das sei das letzte, was den Kameraden noch gefehlt habe, meinte Müller mit Blick auf das neue Gerätehaus. Das LF 8/6 (acht Mann Besatzung und 600 Liter Tankinhalt) ist aber weit mehr als ein Löschfahrzeug. Zum Einsatz kann es auch bei Unfällen kommen. Scher- und Spreizwerkzeug, so Bergmann, habe man schon vor etwa zwei Wochen anwenden müssen, als sich zwischen Wohlsdorf und Mölz ein schwerer Verkehrsunfall ereignete. Dabei mußte eine Person aus dem Wrack geschnitten werden, was ihr vermutlich das Leben gerettet habe, so Bergmann. Auch beim Brand in Poley am vergangenen Wochenende sei das Fahrzeug im Einsatz gewesen. "Die euertaufe hat das Fahrzeug also schon hinter sich", meinte der Wehrleiter. Die Cörmigker Wehr ist laut Bergmann die einzige, die von den Landwehren rund um die Uhr einsatzbereit sei. Deshalb gehe die Bereitstellung der Mittel durch den Gemeinderat auch in Ordnung, so Müller. Dabei spiele es keine Rolle, daß das Fahrzeug 30 000 Kilometer auf dem Buckel hat. Es sei ein Vorführfahrzeug der Firma Ziegler, so Bergmann. "Wenn wir ein neues Serienfahrzeug gekauft hätten mit der gleiche Ausstattung, wäre das über 200 000 Mark teurer geworden." Auch so stehen als Kaufpreis immer noch 238 000 Mark zu Buche. Was nicht unbedingt notwendig war, meint Bergmann, habe man auch nicht mitgekauft. Das habe man mit handelsüblichen Fabrikaten oder mit schon vorhandener Technik ausgeglichen, die genauso ihren Zweck erfüllen.
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