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 | 2001 |
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01.06.2001
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Siedlung kommt mit Schreck davon Preußlitz/Cörmigk/MZ/cs.
Ein gewaltiger Gewittersturm hat gestern gegen 13 Uhr im Preußlitzer Busch zahlreiche Bäume - meist Lupinen - entwurzelt oder abgebrochen. Vor allem die Besitzer der Wochenendhäuschen nahe des alten Schachtgeländes Richtung Cörmigk kamen mit einem Schrecken davon. Vor allem der Busch um die kleine Siedlung wurde arg zugerichtet. Feuerwehrmänner waren bis zum Abend mit Motorsägen im Einsatz, um Schäden zu beseitigen und den Windbruch zu entfernen. Auch die Bereitschaften von Telekom und Meag waren vor Ort. Umstürzende Bäume hatten die Strom- und Telefonleitungen zerrissen.
"Als es regnete haben wir uns untergestellt. Ganz plötzlich war der Wind da", beschreibt Harry Braun die Situation. Nur ein kleiner Stromkasten fing eine umstürzende Fichte auf und hielt den Baum davon ab, das Auto des Grundstücksbesitzers zu zertrümmern. Auf einem Nachbargrundstück stürzte ein Baum auf ein Hausdach. Überall lagen zerborstene Stämme und abgebrochene Äste. Die Krone einer riesigen Pappel wurde vom Wind rund 30 Meter weit geschleudert. "Nach zwei Minuten", so Braun, "war alles vorbei."
Äste lagen auch auf der Straße von Preußlitz nach Cörmigk. Am Dorfteich im Nachbarort wurden aus Pappeln und Linden die Äste herausgerissen und waren in das Gewässer gefallen. Auch in Cörmigk waren Bürger und Feuerwehr mit der Beseitigung der Schäden beschäftigt. Ähnlich war die Situation in Damaschkeplan, dem Nachbarort des Nienburger Ortsteiles Jesar. Auch da hatte der Sturm gewütet.
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03.07.2001
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Ausweichquartier im Gemeinschaftshaus Cörmigk/MZ.
VON UNSEREM REDAKTEUR PAUL SPENGLER
Die kurze Straße in der Kastanienallee in Cörmigk ist mit einem rotweißen Band abgesperrt. Die Spielgeräte im Garten der Kinderkombination stehen verwaist. Vor dem Haus türmt sich ein Berg an Schutt.
Es handelt sich um verkohlte Reste aus dem Obergeschoss und zerbrochene Dachziegeln, die von dem Ereignis am Sonnabend übrig geblieben sind (die MZ berichtete). An diesem Tag war in der Kindereinrichtung aus bisher ungeklärter Ursache ein Brand ausgebrochen. Am frühen Morgen klingelte bei Elfi Bunge, der Leiterin des Kindergartens, eine Einwohnerin. Auf dem Weg zum Friedhof hatte sie beobachtet, dass aus dem oberen Stockwerk der Kindereinrichtung Qualm hervordrang.
"Mein Mann und ich waren sofort auf dem Weg", erinnert sich die Erzieherin. Die Eingangstür war aufgebrochen. Deshalb liegt der Verdacht auf Brandstiftung nahe. Näheres müssen Sachverständige klären, die noch am gestrigen Tag das Haus in Augenschein nehmen wollten.
Die Feuerwehren aus Cörmigk, Biendorf und Peißen bekamen den Brand in Griff, ohne dass im Erdgeschoss große Wasserschäden entstanden sind. In der Zwischenzeit sorgten die Mitarbeiterinnen des Kindergartens, ihre Ehemänner und weitere Helfer dafür, dass Tische, Stühle und andere Einrichtungsgegenstände in Sicherheit gebracht werden konnten. Sie sorgten auch für den Transport in das Dorfgemeinschaftshaus.
"Die Hilfe aus der Bevölkerung war beispielhaft", lobt Egon Müller, der Leiter des Ordnungsamtes der Verwaltungsgemeinschaft Bernburg-Land die Bereitschaft zum Zupacken. Namentlich erwähnt er das Ehepaar Bunge, Christian Emmler, Dieter Kuhr, Elvira Wegner und Roswitha Stummer.
Das Dorfgemeinschaftshaus dient nun in den nächsten Monaten als Ausweichquartier. "Wir hoffen, dass der Kindergarten nach den Ferien schon wieder bezogen werden kann", zeigt sich der stellvertretende Verwaltungsleiter Lutz Mittelstraß zuversichtlich. Er weiß von Firmen, die sich auf Brandsanierung spezialisiert haben.
Nachdem die Kinder gestern zuhause bleiben konnten, nimmt der Kindergarten schon heute wieder seine Arbeit auf.
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