2006

09.03.2006

Neue Wehrleitung in Cörmigk Cörmigk/MZ.

Seit Beginn dieses Jahres hat die Freiwillige Feuerwehr Cörmigk eine neue Wehrleitung: Christian Emmler ist neuer Wehrleiter, Ulrich Börnicke sein Stellvertreter. Zur Wehrleitung gehören auch Herbert Müller, der für die Ausbildung und Sicherheitsfragen zuständig ist, sowie Enno Sasse, verantwortlich für die Technik.

Der ehemalige Wehrleiter Klaus Bergmann war Ende vergangenen Jahres nach 20 Jahren auf eigenen Wunsch aus dem Amt ausgeschieden. Ein Nachfolger fand sich zunächst nicht, "so dass ich die Feuerwehr im Herbst fast hätte abmelden müssen", schildert Bürgermeister Günter Clemens die ernste Lage. Aber eine Feuerwehr sei, so der Bürgermeister, ziemlich das Letzte, das man in einem Ort aufgeben sollte. Umso erleichterter war er, dass sich mit Christian Emmler und Ulrich Börnicke zwei engagierte Wehrleute gefunden haben, die Verantwortung übernommen und sich der Herausforderung gestellt haben. Der neue Wehrleiter Christian Emmler arbeitet zudem beim Deutschen Roten Kreuz, so dass er bestimmte Stresssituationen während eines Einsatzes kennt. Daher beschreibt ihn Clemens als "echten Volltreffer".

Die Kameraden Emmler und Müller hatten kurzfristig im Februar einen 14-tägigen Gruppenführer-Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Heyrothsberge absolviert und sind somit auf dem neuesten Stand der Ausbildung. Ulrich Börnicke wird diesen Lehrgang so bald wie möglich nachholen.



29.05.2006

Christian Emmler heißt der neue Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Cörmigk. Einstimmig hat der Gemeinderat den 34-Jährigen, der in Baalberge geboren wurde und seit 14 Jahren in Cörmigk lebt, in dem Amt bestätigt. Seit acht Jahren ist Emmler, der beim Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes arbeitet, Mitglied der Feuerwehr. "Die Kameraden haben mich damals überredet", sagt er. In den vergangenen zwei Jahren absolvierte der Vater einer Tochter alle nötigen Qualifikationen, um die Wehrleitung vorerst für zwei Jahre zu übernehmen. Zuletzt war es der Lehrgang zum Gruppenführer. Im nächsten Jahr steht der Wehrleiterlehrgang an. Dann kann Emmler für weitere Jahre als Leiter der Ortsfeuerwehr bestätigt werden. "Ohne den Vorstand der Wehr und die Unterstützung meiner Kameraden wäre die Übernahme der Funktion nicht möglich gewesen", sagt der neue Wehrleiter. Und schließlich könne er auch auf das offene Ohr und die Unterstützung des Bürgermeisters zählen.



17.07.2006

Betrunkener fährt Mann tot und flüchtet Cörmigk/MZ.

VON UNSEREM REDAKTEUR LARS GEIPEL

Olaf S. hatte einen langen Arbeitstag hinter sich. Stundenlang saß er am Sonnabend hinter dem Lenkrad eines Mähdreschers der Agrargenossenschaft Quellendorf und erntete Getreide. Er wollte nur noch nach Hause, in den eigenen vier Wänden in Löbnitz an der Linde (Landkreis Köthen) abspannen. Doch dort kam er nicht mehr an. Wenige Kilometer vor der kleinen Gemeinde starb der 39 Jahre alte Mann gegen 22 Uhr an der Stelle, an der sich die Landstraßen 148 (Dohndorf-Gerlebogk) und 146 (Cörmigk-Gröbzig) kreuzen. Olaf S. wurde totgefahren von einem Betrunkenen mit einem gestohlenen Fahrzeug, der zudem auch noch Unfallflucht beging.

Nach ersten Erkenntnissen des Verkehrsermittlungsdienstes des Polizeireviers Bernburg hatte dem verheirateten Mann, der mit seinem Citroën Xsara aus Richtung Gerlebogk kam, ein 25-Jähriger aus Magdeburg die Vorfahrt genommen. Der BMW raste - offensichtlich ohne zu bremsen - in die Seite des Autos von Olaf S. Der Zusammenprall war so heftig, dass sich der Citroën überschlug. Das Opfer hatte nicht mehr den Hauch einer Chance: Obwohl die Freiwillige Feuerwehr Gröbzig mit zehn Kameraden nur wenig später am Unfallort eintraf und ihn mit schwerem Gerät aus dem völlig zertrümmerten Wrack schnitt, starb er an der Unglücksstelle.

Vor Ort waren auch neun Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Cörmigk. Nach Angaben von Wehrleiter Christian Emmler sicherten die Männer die Unfallstelle ab und beseitigten auslaufendes Öl und Kühlflüssigkeit. Erst kurz nach 2 Uhr endete deren Einsatz.

Während die Helfer noch um Olaf S.´ Leben kämpften, hatte sich der Unglücksfahrer mit seiner 18-jährigen Beifahrerin schon längst zu Fuß aus dem Staub gemacht. Offenbar schleppte der bei dem Unfall unverletzt gebliebene Verursacher die junge Frau, die bei dem Zusammenprall schwere Kopfverletzungen erlitten hatte und in Gröbzig wohnen soll, bis in die nahe gelegene Stadt. Dort wurden die beiden noch in der Nacht von einer Polizeistreife aufgegriffen und die Frau in ein Krankenhaus gebracht.

Nach Informationen aus Ermittlerkreisen soll der BMW-Fahrer betrunken gewesen sein. Zudem sei das Auto kurz zuvor gestohlen worden. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, werden die Untersuchungen noch Tage andauern. Insgesamt entstand ein Sachschaden von etwa 16 000 Euro.