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30.04.2008
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Bald Straßenlicht bei Feueralarm Cörmigk/MZ.
VON SUSANNE BERNSTEIN
In Cörmigk soll sich die Straßenbeleuchtung zu bestimmten Zeiten bald automatisch mit dem Alarm für die Feuerwehr einschalten. Rund 800 Euro will die Gemeinde in diesem Jahr dafür außerplanmäßig ausgeben. Dafür haben die Ratsmitglieder bei der letzten Gemeinderatssitzung gestimmt.
Hintergrund: In der 550-Einwohner-Gemeinde Cörmigk muss - wie in den meisten Gemeinden im Landkreis - Geld gespart werden. Realisiert wird das unter anderem damit, dass die Straßenbeleuchtung in dem Ort zu einer bestimmten Zeit abgeschalten ist. Momentan ist es in der Gemeinde zwischen 24 und 4 Uhr duster. Problematisch ist das laut Bürgermeister Günter Clemens vor allem dann, wenn die Feuerwehr um diese Zeit zu Einsätzen muss. "Wir haben schon lange überlegt, wie wir dieses Problem lösen können", sagte Clemens. Damit die Cörmigker Wehrleute bei Nachtalarm von ihren Wohnstätten bis zum Gerätehaus nicht mehr im Dunkeln tappen müssen, soll in Zukunft per Funkfernauslösung mit dem Alarm auch die Straßenbeleuchtung im Ort eingeschaltet werden. Technisch sei dies einfach zu realisieren, sagte Clemens. Die Neuerung würde das Geldsäckel der Gemeinde um rund 800 Euro erleichtern.
Die Freiwillige Feuerwehr in Cörmigk hat 17 Mitglieder. Wehrleiter Christian Emmler kann zwei weitere Mitglieder in den Reihen der Wehr aufnehmen, teilte Bürgermeister Clemens mit. Für die Uniformen und Spinte der beiden neuen Wehrmänner hat die Gemeinde auch außerplanmäßige finanzielle Mittel beschlossen.
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13.08.2008
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Strandbad Gerlebogk nach Ölalarm gesperrt Gerlebogk/MZ.
VON UNSEREM REDAKTEUR LARS GEIPEL
Ausgelaufenes Öl aus einem offenbar fast 100 Jahre alten Fass hat gestern für große Aufregung im Strandbad in Gerlebogk gesorgt. Der See wurde nach Informationen von Ursula Rothe, Pressesprecherin der Kreisverwaltung, vom Betreiber Bernd Esser sicherheitshalber gesperrt. Das Fass konnte von Tauchern des Deutschen Roten-Kreuzes (DRK) und mit Hilfe von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr im Verlauf des Tages geborgen werden.
Den ersten Anruf registrierten die Beamten des Polizeirevieres Salzland in Bernburg bereits am Sonntagabend kurz vor 20 Uhr. Da meldete ein besorgter Anrufer einen Ölfilm auf dem Wasser. Laut Auskunft eines Polizeisprechers machte sich daraufhin die Besatzung eines Funkstreifenwagens auf den Weg und dokumentierte vor Ort den Ölfilm mit einer Kamera. Taucher des Deutschen Roten-Kreuzes, die dort eine Übung absolvierten, entdeckten nach MZ-Informationen am nächsten Tag schließlich die Ursache für den Ölfilm: Ein uraltes Fass lag auf dem Grund des Sees. Offenbar stammt es noch aus der Zeit, als das Gelände als Braunkohletagebau genutzt wurde.
Die Rettungsstelle des Landkreises bekam allerdings erst gestern Vormittag - weit über einen Tag nach der ersten Meldung - Kenntnis von dem Ölfilm. Um Punkt 10.16 Uhr wurden sowohl Kreisbrandmeister Hans-Ulrich Robitzsch als auch die Freiwilligen Feuerwehren von Cörmigk, Bernburg und Nienburg alarmiert. Mit 28 Kameraden war die Feuerwehr vor Ort und konnte das ausgelaufene Öl absaugen, erläuterte Robitzsch. Es wurde einer Spezialfirma zur Entsorgung übergeben. Das Fass konnte im Laufe des Tages von den DRK-Tauchern geborgen werden. Gegen 17.30 Uhr war der Einsatz am Strandbad beendet. Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, betonte gestern noch einmal Landkreis-Pressesprecherin Rothe. Das Öl sei genau auf der entgegengesetzten Seite zum Strand entdeckt worden. Zudem wurden von Mitarbeitern des Gesundheitsamtes Proben genommen, die jetzt in einem Labor untersucht werden. Bis die Ergebnisse vorliegen, wird das Strandbad vorsichtshalber nicht öffnen.
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